Abenteuer Spanien

Im August hat die Europäische Jugendbegegnung „We want to Create“ in Puntas de Calnegre in Spanien stattgefunden. Das Abenteuer begann im August am Flughafen Alicante um 12 Uhr mittags – es war seeeeeehr heiß draußen. Bereits am Busbahnhof wurde alles chaotisch. Auf unserem Ticket stand keine Information, an welchem Bussteig unser Bus abfahren wird, am Bahnhof gab es auch keine Informationsschilder, keiner von den dort Angestellten konnte uns genauer sagen, wo der Bus abfahren wird und dazu noch 40 Grad Hitze.

Ich habe noch nie so sehr das deutsche Klima und ordentliche Bahnhöfe vermisst! Leider passierte etwas, wovor uns vorher viele gewarnt hatten: Jemand hat die totale Verwirrung und unsere Unaufmerksamkeit während der Suche nach dem richtigen Bus genutzt und meine Tasche mitsamt Reisepass, ein bisschen Geld und ein paar andere Sachen geklaut. Kurze Zeit später hatte ich den Diebstahl schon in der Polizeiwache gemeldet. Danach konnten wir endlich nach Lorca weiterfahren, um dort die anderen Teilnehmer zu treffen.

Nach einer langen Anreise und einigen Abenteuern begann endlich das Seminar. An dem Seminar haben 35 junge Leute aus verschiedenen Ländern teilgenommen. Unsere gemeinsame Zeit haben wir mit einem „Frühstück“ begonnen, das für fast alle eine große Überraschung war: unser Frühstück bestand aus einem kleinen Keks und Kaffee. Was ich bis heute immer noch sehr lustig finde, waren die Reaktionen und die enttäuschten Gesichter der Teilnehmer, die überzeugt waren, dass sie noch etwas dazu bekommen werden und lange auf diese Zugabe gewartet haben. An diesem Tag haben wir erfahren, dass das Frühstück in Spanien im Vergleich zu den Mittel- und Osteuropäischen Ländern ganz „bescheiden“ ist…

Doch wir waren ja zum Arbeiten hier: wir haben sowohl an abwechslungsreichen Kreativitätsworkshops (unter anderem T-Shirt-, Postkartenerstellung), an einem Tanzworkshop als auch an Diskussionen aus den Bereichen Migration und Toleranz teilgenommen. Jede Gruppe hat einen Workshop und eine interkulturelle Nacht vorbereitet. Während unserer interkulturellen Nacht hatten die anderen Teilnehmer die Möglichkeit u. a. deutsche Schokolade und Haribo zu probieren und populärste deutsche Lieder zu genießen. Der von uns durchgeführte Workshop „Erstellung vondynamischen Postkarten“ hat auch viel Interesse geweckt.

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Während der Siesta und am Abend hatten wir Freizeit und konnten Strand, Sonne und wunderbare Landschaften genießen. Nach einer Woche hatte jeder von uns viele Leute kennengelernt und neue Freundschaften geknüpft. Leider verliefen die Tage sehr schnell und mit vielen interkulturellen Erlebnissen, neuem Wissen und neuen Erfahrungen und gebräunter Haut sind wir nach Hause zurückgekommen.

Jakub Skalik