Jugendbegegnung 2014 in Armenien

GruppeJugendbegegnung

Vor dem Hintergrund des Themas „ Employability in Europe“ machten sich Ende Oktober 6 junge Menschen aus Deutschland auf den Weg nach Armenien,um sich kollektiv mit 25 weiteren Teilnehmern über die aktuelle Arbeitsmarktfähigkeit auszutauschen. Gemeinsam mit der armenischen Partnerorganisation YIC- NGO organisierten FAIRbund e. V eine Jugendbegegnung in den Bergen Armeniens, in dem Ort Toros (bei Gyimri). In dem Erasmus Plus – Programm erschienen neben Deutschland junge Menschen aus der Ukraine, Georgien, Italien und Armenien, so dass wir insgesamt 30 Teilnehmer waren. Jeweils 4 Personen aus unterschiedlichen Ländern teilten sich ein großes gemütliches Zimmer. Auf einer ehemaligen Ferienanlage mitten in den Bergen fand nicht nur die Unterbringung statt, sondern wurden auch die Workshops geleitet und für köstliche Verpflegung gesorgt. Jeden Tag wurden wir von armenischen Köchen kulinarisch mit landestypischen Speisesen, wie Buchweizen, Dolma und Suppen versorgt. Dabei ist zu erwähnen, dass Vegetarier leider schlechte Karten haben, da die armenische Küche sehr fleischlastig ist. Allerdings wurden wir auch mit frischem Obst wie z.B.den Granatapfel, dem Nationalsymbol Armeniens, Gemüse und typischen Kräutern wie Dill und Koreander verwöhnt.

Zu Beginn des Workshops bekamen wir zunächst die Möglichkeit unsere Erwartungen an das Projekt in gestalterischer Form darzulegen, so dass wir am Ende der 10 Tage schauen konnten, in wie fern sich unsere ersten Annahmen erfüllt haben.
Zu festgelegten Themen wie unter anderem Motivationsschreiben, Lebenslauf, Demokratie oder Bewerbungsgesprächen fanden unterschiedliche Gruppenarbeiten und Rollenspiele statt, welche von jedem Land geleitet wurden. Der Kreativität waren hierbei keine Grenzen gesetzt, so dass die Woche äußerst amüsant verlief.

An zwei Abenden stellten die Teilnehmer jeweils ihr Land vor und gaben uns die Möglichkeit, einen Einblick in landestypische Köstlichkeiten zu bekommen. Desweiteren trafen wir uns abends am großen Lagerfeuer und genossen den beeindruckenden Sternenhimmel Armeniens.

Der Tag war jeweils in 4 Lehrblöcke strukturiert. Während der langen Mittagspause wanderten wir die ersten Tage in die Berge und genossen den atemberaubenden Ausblick der Weite Armeniens. Die Armenier sind ein sehr offenherziges Volk, scheuen nicht vor sprachlichen Barrieren zurück und machen gerne Gastgeschenke. Somit waren wir stets in netten Gesprächen und amüsanten Anekdoten verwickelt, welches die Reise unvergesslich machen.

Auch wollten wir uns das Leben auf den Straßen nicht entgehen lassen und sind zwei mal mit dem Taxi ca. 20 Minuten nach Gyimri, der zweitgrößten Stadt Armeniens gefahren. Die Stadt ist immer noch vom großen Erdbeben 1988 geprägt, bei dem fast jeder aus der Stadt einen nahen Verwandten verloren hat. Trotz der zerstörten Bauten, hat uns Gyimri mit seinem Charme überzeugt, da die Stadt sehr traditionell geprägt ist.
Am fünften Tag der Jugendbegegnung hat uns ein Tagesausflug nach Yerevan die Möglichkeit gegeben, Armenien auch von seiner modernen Seite kennenzulernen. Von Yerevan aus sind wir weiter nach Garni gefahren und schauten uns den beeindruckenden Mithras-Tempel an.

Ziel der Jugendbegegnung war es, einen informativen und kulturellen Austausch über den aktuellen Arbeitsmarkt zu erzeugen,welches uns allen sehr gut gelungen ist. Mit tollen Erinnerungen, lustigen Begegnungen und interessanten Menschen, ist die Reise ein unvergessliches Abenteuer gewesen, an welches wir uns immer mit einem Lächeln zurück erinnern werden.
Marjam Kadyrbekow

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